Die Jahrestagung 2022
der Gesellschaft für Globalgeschichte e.V.

(vormals Gesellschaft für Überseegeschichte e.V.)

Vom 17. bis 19. Juni fand am GRASSI Museum für Völkerkunde in Leipzig die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft für Globalgeschichte (vormals Gesellschaft für Überseegeschichte)  in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Leipzig und dem Konfuzius-Institut Leipzig statt. Das Generalthema „Kolonialismus–Imperialismus–Dekolonisation“ wurde bei dieser Tagung mit dem Sub-Thema „Mitteleuropa im globalen Kontext“ eröffnet und soll bei zwei weiteren Jahrestagungen in den beiden folgenden Jahren – voraussichtlich 2023 in Bamberg und 2024 in Halle/Saale – mit jeweils anderen inhaltlichen Schwerpunkten seine Fortsetzung finden. Neben den Vorträgen zum Thema der Jahrestagung gab es am Sonntag auch eine Podiumsdiskussion zur Neudefinition ethnologischer Museen. Die heurige Jahrestagung wurde in Präsenz durchgeführt.

Das Programm finden Sie hier.

 

Aktuelles aus unseren Netzwerken...

PARA-COLONIAL – COLONIAL – POST-COLONIAL. INFLUENCES AND TRANSACTIONS IN THE ARCHITECTURE OF OCEANIA (1840-1990)

Joint symposium by Unitec Institute of Technology (Auckland, New Zealand) and Technical University Munich (Germany)

29 June to 1 July 2022

Knowledge on colonial architecture in the South Pacific is still sparse. Connections with pre-colonial settings and the post-colonial afterlife of this built legacy are often missing. In this sense, this conference unites contributions within the targeted time span c. 1840–1990, embedded in the larger South Pacific region. The contributions of this conference attempt to link their concrete architectural case studies of buildings, ensembles and urbanist projects with reflections on the influences of and transactions between locals and foreigners, colonials and colonised, and their changing allegiances, even across changing political powers.

 

Convenors: Michael FALSER (TU München), Christoph SCHNOOR (Unitec Institute of Technology, Auckland)

 

Die Konferenz-Webpage finden Sie hier.

Lexikon zur Überseegeschichte

Das mehrjährige Mammutprojekt der Gesellschaft für Überseegeschichte (GÜSG) ist zu einem Abschluss gekommen:

Das fast 1.000-seitige Lexikon zur Überseegeschichte (Stuttgart 2015: Franz Steiner Verlag) wurde federführend von Hermann Hiery im Auftrag der GÜSG betreut und herausgegeben.

Über 300 Autorinnen und Autoren haben daran mitgearbeitet.

Das Lexikon zur Überseegeschichte ist im Franz-Steiner-Verlag erschienen.

Das große Hintergrundbild zeigt:

"Reede von Whampoa"; Maler unbekannt; Öl auf Leinwand; 1845; Original im Maritime Museum Rotterdam; Foto: S. Snyder. Das Bild zeigt die Reede vor dem chinesischen Hafen Whampoa, wo sich zahlreiche europäische Schiffe drängen und auf Einlass zur Be- und Entladung warten. Das chinesische Kaiserreich hatte lange eine allzu große Öffnung gegenüber Ausländern zu verhindern versucht und nur wenige Häfen für nicht-chinesische Handeltreibende geöffnet, vor denen sich dann die Schiffe mit ihren Waren stauten.