
Oliver Heis: Die Idee eines weißen Australiens. Rassenideologien, „Biological Absorption Policy“ und die Theorie von den schwarzen Kaukasiern
4. Juni 2025
Anka Steffen: Am leinenen Faden. Schlesiens Wirtschaft im globalen Kontext der frühen Neuzeit
27. Juni 2025
Dieter Brösel:
Kosmopolitische Finanzeliten. Frankfurter Privatbankiers und Privatbanken und ihre transnationalen Netzwerke in der Weltwirtschaft (1815-1914)
Im Verlauf der globalen Expansion kapitalistischer Wirtschaften dominierten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts London, Paris und Frankfurt (bis 1871) die internationale Finanzmarktstruktur. In Frankfurt reagierte eine modernisierungsorientierte Gruppe von Privatbankiers und Privatbanken auf die Herausforderungen der Industrialisierung mit dem Aufbau transnationaler familiärer Netzwerke von Privatbanken in Paris und London.
Dieter Brötel analysiert die bedeutende Rolle der Familiennetzwerke in verschiedenen Sektoren der deutschen und französischen Wirtschaft. Bei Gründung der großen Pariser Aktienbanken zeichneten Netzwerke strategische Aktienpakete. In London zählten englisch-deutsche Merchant Banks zu den Promotoren der „overseas banks“. Die Geschäftspolitik der führenden Häuser der Netzwerke orientierte sich – wie die Untersuchung ausführlich belegt – an der Entwicklung der Weltwirtschaft. Im Mittelpunkt internationaler Kapitalmarktgeschäfte standen Bankgründungen, die Zeichnung von Staatsanleihen und Infrastrukturinvestitionen im Eisenbahnbau und Minensektor.
954 Seiten, II S., 6 s/w Abb., 58 s/W-Tab..
Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2023
ISBN: 978-3-515-13765-2
149,00 €
Ein PDF mit dem Inhaltsverzeichnis finden Sie hier!
Einen Link zum Verlag und zu diesem Buch finden Sie hier!



